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  28. April 2005 | Blue Mountains – das ultimative MTA Erlebnis

ao - Schon mal davon geträumt einen MTA von einem hohen Gebäude, Turm oder Berg abzuwerfen? Mir war es vergönnt...

Der Grand Canyon Australiens

immer diesig und deshalb blau...


Wie viele von euch wissen verbringe ich im Moment einen Teil meines Studiums in Melbourne /Australien. Das letzte Wochenende nutze ich für einen Kurztrip nach Sydney und speziell die Blue Mountains. Die Blue Mountains sind ein teilweise über 1000m hohes Massiv was zur Zeit der Siedler lange als unüberwindbares Hindernis galt. Sieht aus wie der Grand Canyon mit undurchdringbaren Wäldern.


Sollte der Traum platzen?

Meterhohe Farnwälder

Noch bevor ich nach Australien gekommen bin, träumte ich davon von solch einem Platz einen MTA abzuwerfen. Gesagt getan und so fand ich mich am Wochenende mit einem einfachen Ted Bailey Holz-MTA im Gepäck am Rande der Berge wieder. Zu meinem Entsetzen waren die Hauptaussichtspunkte nicht annähernd so romantisch wie noch im Reiseführer dargestellt. Hunderte von asiatischen Touristen tummelten sich auf den übergroß ausgebauten Aussichtsplattformen und verliehen dem ganze mehr den Flair eines Rummels als einer Naturattraktion. Damit musste ich mich wohl abfinden... Nachdem sich dieser erste Schreck gelegt hatte begann ich mich näher mit dem Unternehmen MTA zu beschäftigen. Der Wind war kaum spürbar, aber nein, er wehte natürlich direkt vom Tal in Richtung Plateau. Sollte der Traum hier enden? Ich wollte es nicht wahrhaben und studierte nochmals Karten und Berge. Da entdeckte ich eine alternative Möglichkeit. Ein einsamer Aussichtspunkt ohne genaue Wegangabe für den man das halbe Tal umrunden müsste. Dann hätte ich zumindest Seitenwind, vielleicht sogar Rückenwind und der Bumerang könnte seinen Weg ins Tal finden ohne dabei an die Bergwand zu stoßen. Die Kartenlegende beschrieb den von mir gewählten Weg als „hard“ was ich auch in den nächsten Tagen noch spüren sollte.


Auf Mogli's Spuren

unberührte Natur rundherum

Ich machte mich auf den Weg und je weiter ich den Trampelpfaden folgte desto ruhiger wurde es um mich herum und selbst Wanderer traf man immer seltener. Hier ein Wasserfall im Wald, dort eine weitere einsame Aussichtsplattform und um einen herum nur noch Natur. Zum Genießen blieb leider nicht viel Zeit, da die Sonne sich bereits zu senken begann und mein Plan zu scheitern drohte. Alle Cliffs die ich fand waren entweder in der falschen Richtung oder über einer zu schrägen Bergwand angelegt, so dass der Bumerang keine freie Bahn ins Tal hätte. Ich gab noch mal Gas um schließlich vor dem vermeintlich nahen Ziel auch noch falsch abzubiegen – zum Glück. Mit einem Mal trat ich auf eine kleine umzäunte Plattform, nicht mal 2x2m groß und völlig versteckt. „Golf Links Outlook“ - der Ausblick war unbeschreiblich. Einige hundert Meter unter mir öffnete sich das Tal und die Bergwand fiel senkrecht wie mit einem Lot gefällt ab. Der Wind frischte auf und kam nun vom Plateau her. Perfekt.


Die Hose ist gestrichen voll

Genau da ist er verschwunden

Kennt Ihr das? Ihr habt einen neuen Bumerang nur einmal vor Wochen eingeworfen und jetzt soll gleich der erste Wurf sitzen. Bloß nicht zu hoch, nicht zu flach und nicht überpowern, hat er sich vielleicht zurückgebogen... Nach etwas Überwindung nehme ich einen Schritt Anlauf und hau den MTA direkt ins Nichts... Sch*** Wurf. Viel zu schwach und senkrecht. Der MTA verliert sofort 20m Höhe, schwankt gefährlich und instabil herum. „Bloß nicht ausdrehen, bloß das nicht...“ Aber siehe da nach weiteren Metern des fast freien Falles fängt er sich und wird stabil. Ich schaue ihm eine Weile zu und denke immer wieder an den blöden Wurf. So saugt es ihn regelrecht nach unten. Fast eine Minute ist um und der MTA nähert sich den Bauwipfeln. Gleich würde er verschwinden. Nichtsdestotrotz ein toller Anblick. Wie dieses kleine Stück Holz scheinbar magisch gesteuert hin- und herwippt und immer weiterrotiert. Zwei Minuten sind rum. An den Wipfeln wird er gleich verenden. Dritte Minute ich bin völlig vom Hocker wie tief die Schlucht zu sein scheint. 3:07 min.- die Baumkronen sind erreicht. Er schaukelt noch unter zwei Ästen durch und wird dann endgültig vom grünen Meer geschluckt.


Ein Muß für jeden Bumerangfanatiker

Völlig zufrieden mit der Welt

Wow, was für ein Flug. Mit einem Mal bin ich völlig platt, aber auch zufrieden und setze mich noch einen Moment auf die Plattform um der Sonne beim Verschwinden hinter den Blue Mountains zuzusehen. Nach sieben Stunden sitze ich völlig fertig wieder im Zug nach Sydney und beschließe wiederzukommen...

Alex Opri / Melbourne






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