"Bumerangs kommen doch aus Australien, oder?"
"Warum kommt der Bumerang zurück?"
"Ist Bumerangwerfen eigentlich ein richtiger Sport?"
"Wie muß man einen Bumerang werfen, damit er auch wirklich zurückkommt?"
"Sind Bumerangs generell eine Waffe?"
"Wo kann man denn einen Bumerang kaufen?"

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  3. August 2005 | Reisebericht: Was macht eigentlich... Rob Croll

ao - Rob Croll hat schon Bumerangs geworfen, da war ich noch gar nicht geboren. Er gehört zu den australischen Größen und ist nicht erst seit seinem Sieg bei der WM 1996 in Neuseeland als ausgezeichneter Turnierwerfer bekannt. Außerdem holte er die Weltmeisterschaften 2000 nach Melbourne.

Lebenskuenstler und Schlitzohr

Phil Collins erhielt Haartransplantation

Bis auf einige kurze Begegnungen war es das eigentlich, was ich bis dato über Rob wusste. Nun war ich aber endlich in Melbourne und wollte mehr wissen. So besuchte ich ihn einen Nachmittag auf Arbeit. In diesem Fall der Garten seiner Mutter. Hier unterhält Rob eine kleine private Autowerkstatt, baut seine Verkaufsbumerangs und verbringt dort eigentlich die meiste Zeit des Tages mit allerlei anderen kleinen Jobs.

Rob ist nach wie vor ein ausgezeichneter Werfer und ein Schlitzohr obendrein. Mit allerlei illustrer Disziplinen und Variationen hat mich auf der kleinen Wiese hinterm Haus schamlos abgezogen. Immerhin war es mir gestattet mich danach zweitbester Bumerangwerfer in Australien zu nennen. Typisch Rob...


ein Wunsch erfuellt sich

Kisten und Schubladen voller Schaetze

Eine weiter Sache für die Rob Croll bekannt ist, sind seine Kylies. Bevor ich nach Australien kann hörte ich mich um, wo man einen echten alten Kylie zu einem fairen Preis bekommen könnte und die einhellige Meinung lautete: Rob ist dein Mann. So fragte ich ihn und durfte mich den ganzen Nachmittag lang durch Schubladen und Koffer mit Bumerangs wühlen. Egal wer in den letzten 30 Jahren mal Bumerangs geworfen oder gebaut hat, Rob besitzt mindestens ein Exemplar. In einer Ecke fand ich sogar die original lederne Wurftasche der Janetzki Brothers, gefüllt natürlich. Nur Wurfhölzer fand ich keine und so fragte ich ihn erneut. „Ach Hunting Sticks, sag das doch gleich“ und so führte er mich in einen anderen Raum, der meinen Atem stocken ließ. Hunderte von Bumerangs, Kylies und anderen aboriginal Artefakten. Die meisten in Kisten oder Stapeln, kaum einer wirklich angemessen aufbewahrt. Unglaublich und Rob weiß zu jedem eine Geschichte zu erzählen; woher sie kommen, wie alt sie sind, welche Aufgabe sie erfüllten und, und, und. Was in diesen vier Wänden ruht, hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen (schon mal einen weit über 100 Jahre alten Klappvierflügler gesehen?) . Nach über einer Stunde Suchen und verhandeln hatte ich endlich mein Liebling gefunden. Der Preis war jenseits von allem was ich mir vorgenommen hatte, aber es war Liebe auf den ersten Blick und in einer der zahlreichen Artefakt Galerien hätte ich locker das doppelte bezahlt. Ich fand es sehr schade, soviel Geschichte verstaubt in diesem kleinen Raum versteckt zu sehen, aber damit tat ich Rob Unrecht...


leider voellig unbeachtet

Stolz praesentiert Rob seine Lieblingsstuecke


An einem anderen Tag fuhr er mit mir in den kleinen Gumbuya Nationalpark, der vor allem im Sommer von vielen Schulklassen und Familien besucht wird. Hier gab es Kanguruhs, Koalas, Wallabies und alles andere wofür Australien bekannt ist. Inmitten dieser Landschaft steht der Visitor Center, ein kleiner etwas vernachlässigter Flachbau, dem eigentlich keiner wirklich Aufmerksamkeit schenkt.


voellig von den Socken

ein unglaublicher Schatz


Welche eine Schande, denn im Innern zieren Robs wertvollsten Stücke hinter Glas die Wände. Bumerangs, Wurfhölzer, aber auch Schmuck, Gemälde, Werkzeuge und alles was sonst zum Leben der Aboriginies gehörte. Was für ein unglaublicher Kulturschatz und was für eine Geste von Rob. Er allein kümmert sich um die Ausstellung, bekommt nichts bezahlt und obendrein ist nichts davon versichert. Leider ist das Interesse der meisten Australier an der Geschichte ihres Landes eher gering, weshalb dieses Museum eher ein Schattendasein führt.


gelungener Abschluss

Im Scheinwerfer der Anlegestelle

Bei unserem letzten Treffen fuhren wir in Richtung Philipp Island. Die kleine Insel vor den Toren Melbournes ist für seine Pinguine bekannt, die jeden Abend an den Strand zurückkehren. Wir erreichten die Insel am späten Nachmittag und hatten noch etwas Zeit an einem anderen Strand einige Bumerangs zu werfen. Kaum Wind, flacher Strand – was will man mehr. „Wer als erstes seine Füsse zum Fangen bewegen muss“ oder „30cm Accuracy“, um nur einige unserer Spaßdisziplinen zu nennen. So vergaßen wir die Zeit und als wir das nächste Mal aufschauten, war die Sonne schon längst untergegangen und die Pinguine im Bett. Wir verließen den Strand, nur um auf dem beleuchteten Steg mit Spielzeugbumerangs weiterzuwerfen. Den Höhepunkt fand dieser letzte Tag in einem Treffen und Abendessen mit Bluey Roberts. Bluey ist einer der bekanntesten Aboriginal Künstler schlechthin und vielen von euch vielleicht noch von der WM in Melbourne in Erinnerung geblieben. Bis spät in die Nacht unterhielten wir uns über Bumerangs und tauschten allerlei „Bumeranggarn“ aus. Ein gelungener Abschluss für eine Reihe sehr schöner treffen mit Rob Croll. Ein weiterer Werfer der in den Australienreiseführer für Bumerangwerfer gehört.

G’day






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