"Bumerangs kommen doch aus Australien, oder?"
"Warum kommt der Bumerang zurück?"
"Ist Bumerangwerfen eigentlich ein richtiger Sport?"
"Wie muß man einen Bumerang werfen, damit er auch wirklich zurückkommt?"
"Sind Bumerangs generell eine Waffe?"
"Wo kann man denn einen Bumerang kaufen?"

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  25. November 2008 | VT virtuelle Auswertung – echter Spaß mit globalem Zusammengehörigkeitsgefühl

gm - Drei Jahre hat das Virtuelle Turnier (VT) als Veranstaltung bereits auf dem Buckel. Zeit für einen Blick auf den (virtuellen) Bumerangsport und die Perspektiven für die Zukunft.

Bei einem virtuellen Turnier absolvieren bekanntlich alle weltweiten Teilnehmer zu einem festen Termin die Bumerangdisziplinen, wobei der Zeitrahmen ein Wochenende darstellt. Die gemailten Ergebnisse werden in einer Gesamtauswertung so online gestellt, als hätten die Teilnehmer gemeinsam das Turnier bestritten.

Kann das gerecht sein? Zugegebenermaßen nur bedingt. Jeder weiß, dass die Wetterbedingungen großen Einfluss auf die Ergebnisse haben. So kann es beim VT passieren, dass Turnierergebnisse, die bei vier oder mehr Windstärken geworfen werden, auf Ergebnisse treffen, die bei Windstille erzielt wurden. Aufgrund der größeren Anzahl von VT Ergebnissen pro Jahr wird dieser Effekt jedoch nach meinem Dafürhalten zunehmend nivelliert. Es ist nicht immer zu jeder Zeit überall gleich windig. Ferner bietet der vorgegebene Zeitrahmen von einem Wochenende gewollte Gestaltungsmöglichkeiten für Teilnehmer.

Schönwetter-Dreckhecken im Hamburger Stadtpark, von links nach rechts: Dizzy Klöckner, Michel Blanquett, Christian Meyer, Torsten (Ferdi) Fredrich, Matze und Tobi Giesenschlag


Kann ein VT was bringen und Spaß machen? Oh ja, das zeigt die Vielzahl der Teilnehmer, so waren es bei den vier VT Events in 2008 wieder zwischen 20 und 40 Teilnehmern, die sich trotz der systemimmanenten Schwächen auf ihre Heimwiese begeben haben und Ihre Ergebnisse verglichen haben wollten. Dabei geht es eben nicht nur um die Topwerfer der vorderen Plätze, sondern um das Verbessern der eigenen Leistungen und den Austausch untereinander vor Ort. Insgesamt fanden seit dem Start in 2006 acht Events statt. Es hat sich eine VT-Community herausgebildet; ihre Anhänger sind nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt zu finden und werden immer zahlreicher.

Neu als „VT Nation“ kam Dänemark hinzu mit den Werfern wie z.B. Harald Toft und Jens Krabbe. Auch Manuel Schütz aus der Schweiz hat sich 2008 in das virtuelle Turniergeschehen eingeklinkt. In Frankreich ist das VT besonders populär geworden, was die Teilnehmerzahlen und die Standorte angeht. Es sind jedes Mal bis zu fünf unterschiedliche Orte mit bis zu 15 Teilnehmern, wo VT Wertungen geworfen werden. Die Koordination und Vernetzung untereinander läuft in Frankreich wohl sehr gut.

Exemplarisch, sozusagen als „VT first time competitors“, seien hier noch Jay und Jill Butters, Adam McLaughlin aus Großbritannien sowie Andreas (Alast im Webbord DBC) aus Deutschland genannt. Von Andreas folgen seine Eindrücke vom VT 3.4, seinem erstem Bumerangturnier überhaupt, geworfen am 13.09.08 im Hamburger Stadtpark zusammen mit Winfried Gorny sowie der Spaß-Werfertruppe Dreckhecken.


VT first time competitor: Andreas aus Bremen beim VT 3.4


Andreas berichtet:
"Ich habe vom Virtuellen Turnier über das Forum hier auf der Seite erfahren. Virtuelles Turnier? Was ist das? Darüber musste ich mich erstmal aufklären lassen. Gesagt gefragt, und schnell wusste ich alles Notwendige. Damit war dann meine Neugier geweckt, zumal das für mich als Neuling eine tolle Möglichkeit darstellen würde, erste Turnierluft zu schnuppern. Zumindest ansehen wollte ich mir das Ganze definitiv.

Da ich nichts davon mitbekommen habe, ob jemand hier in Bremen am VT teilnehmen würde, hab ich mich statt dessen auf den Weg nach Hamburg gemacht, um hier mit ein paar Menschen, die ich noch nie zuvor gesehen habe, auf die Stadtparkwiese zu gehen und da zu werfen.

Winfried, der für mich den Taxidienst vom Hbf gemacht hat, bereitete mich auf dem Hinweg schon mal darauf vor, dass die Wiese wohl ziemlich kabbelig sein würde. Und was soll ich sagen? Sonne satt, angenehme Temperaturen. Die Bedingungen waren perfekt... zum Drachen steigen lassen. Denn Wind hatten wir auch zur Genüge... Egal, ein echter Werfer wirft bei jedem Wetter. Also haben wir uns erstmal eingeworfen, um uns auf die Verhältnisse einstellen zu können.

Um 15.00 sollte dann das VT für uns beginnen. Und so waren die ersten Jungs von den Dreckhecken auch pünktlich so gegen 15.20 da ;-) Wir waren insgesamt fünf Werfer (Winfried, Christian, Matze, Ferdi und ich) und ich habe mich sehr willkommen gefühlt. Alles liebe Leute um mich, und für das leibliche Wohl war auch gesorgt. Was will man mehr?

Wir haben mit Accuracy begonnen. Genauigkeitswerfen... ok, nie gemacht. Na, dann wollen wir mal. Gefühlt sah das Ergebnis ungefähr so aus: Gurke, Gurke, Gurke, Zwieback, Schlauchboot, Gurke... Zwischendrin waren sogar mal ein paar Punkte drin, aber die waren auch näher an der 0 als an der 10. Frust kam auf. Alles vorherige Einwerfen hatte nicht viel genützt, zumal sich der Wind auch nicht so recht für eine Richtung entscheiden konnte. Ich hatte ja keine Bulls-Eye-Orgie erwartet, aber ein bisschen weniger mies hätte es ruhig laufen können.

Als nächstes war Fastcatch dran. Mangels Erfahrung (ich hatte beim Einwerfen zum ersten Mal überhaupt einen FC-Rang in der Hand) und mit beeinträchtigter Schulter hab ich da lieber ausgesetzt. Bei dem Wind hätte es eh keinen Unterschied gemacht. Die Fangquote wäre 0 gewesen. Also hab ich mich aufs Zusehen und Zeitnehmen beschränkt. So war ich immerhin noch aktiv am Geschehen beteiligt.

Zum Abend hin wurde der Wind dann langsam freundlicher, und so konnte ich mich letztendlich doch nicht zurückhalten und hab auch noch Trickcatch und Endurance mitgemacht. Trickfänge hatte ich auch so schon zum Spaß gemacht. Schade, dass eigene Trickfangmanöver nicht möglich sind. So konnte ich meine Brustlandung nicht zeigen :-D Für meinen TC-Rang wars dann aber auch doch noch etwas windig, sodass mein Ergebnis nicht ganz so gut ausfiel, wie es hätte werden können. Die Doubling-Würfe habe ich gar nicht erst gemacht, weil ich keine Rangs dafür habe.

Den Abschluss und vielleicht auch meinen persönlichen Höhepunkt des Tages (abgesehen von der tollen Stimmung, den netten Menschen um mich und den beiden Bumis, die ich noch geschenkt bekommen habe) hat dann das Endurance gebildet. Auch noch nie gemacht, aber das ist eine Disziplin nach meinem Geschmack. Ich hatte nicht gedacht, dass fünf Minuten so lang sein können :-) Ich hab Vollgas gegeben. Nach vier Minuten war ich bei 20 Fängen. Komm schon, Andreas. 25 machst du. Und der nächste Wurf. 21. Wurf. 22. Wurf. 23. 24. 25. Die letzten Sekunden. Jetzt machst du auch noch den 26. Fang. Ich stelle mich wieder in den Wurfkreis. Atme einmal durch. Konzentriere mich auf den letzten Wurf. 4 Sekunden noch... 3... 2... Abwurf! Der Bumerang fliegt seinen Kreis, zieht nach rechts rüber. Ich renne hinterher. Er geht in die Schwebphase über, kommt senkrecht runter. Ich steh genau unter ihm. Will nach ihm greifen. Da driftet er nach hinten weg. Beherzt versuche ich, die Bewegung noch mitzumachen... und lande rücklings im Gras. Keine Chance. Das war kein Fang mehr.

Stolz nehme ich die Glückwünsche der anderen und die VT-Teilnehmermedaille entgegen. Auf dem Heimweg kann ichs kaum erwarten, zu Hause von diesem geilen Tag zu erzählen und weiß genau:

Ich komme wieder!"


Die Veranstaltungen des Deutschen Bumerang Club e.V.


Konzeptionell steht das VT im Deutschen Bumerang Club (DBC) zwischen dem Deutschen Bumerangwurftag „Wirf mit 200x“ und „echten“ Bumerangturnieren, etwa der Deutschen Meisterschaft. Als Bindeglied zwischen erstem Kontakt und der Wieder-Kontaktphase soll das VT Anlaufstelle und Auslöser sein, um Interessierten das Angebot zu geben, sich mit aktiven Werfern der Region zu gemeinschaftlichen Events zu treffen und so in den Bumerangsport hinein zu wachsen. Das Angebot zum VT wird auch gerne als „sportlicher Wiedereinstieg“ genutzt. So war etwa Hagen Kaprykowsky, vielen noch als altgedienter Topwerfer in Erinnerung, beim VT 3.3 zugegen und nutzte die Gelegenheit, um seine eingemottete Glowy-Sammlung an die frische Berliner Luft zu bringen.


VT 3.3 in Berlin am 26.07.2008, von links nach rechts: Hagen Kaprykowsky, Alex Opri, Torsten (Ferdi) Fredrich


Die Idee des VT startete als Einzelprojekt, um eine zusätzliche Möglichkeit zur Ausübung des Bumerangsports zu realisieren und die weltweite Vernetzung zu erhöhen. Mit zunehmender Größe und Etablierung der VT übernehmen immer mehr Werfer persönliches Engagement und kontinuierliche Verantwortung, sei es als Teilnehmer, Ausrichter von VT-Standorten, Helfer bei der Auswertung oder als Multiplikator z. B. durch Bekanntgabe der Termine auf Ihren Homepages.

Ohne die vorgenannte nachhaltige Unterstützung wäre der Erfolg des VT nicht möglich. Wir schaffen durch die VT eine Zusammengehörigkeit, vergleichbar mit Inhalten des Web 2.0, von denen der Bumerangsport und letztendlich alle profitieren können. Meinen herzlichen Dank dafür!



Die Termine für das Jahr 2009 werden rechtzeitig im Frühjahr bekannt gegeben. Wir hoffen Euch in 09 wieder, oder aber als „VT first time competitors“, virtuell auf dem Bildschirm zu haben. Bis dahin wünsche ich eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Wir sehen uns, virtuell oder real - darauf freue ich mich jetzt schon.

Torsten (Ferdi) Fredrich






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