"Bumerangs kommen doch aus Australien, oder?"
"Warum kommt der Bumerang zurück?"
"Ist Bumerangwerfen eigentlich ein richtiger Sport?"
"Wie muß man einen Bumerang werfen, damit er auch wirklich zurückkommt?"
"Sind Bumerangs generell eine Waffe?"
"Wo kann man denn einen Bumerang kaufen?"

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  21. Oktober 2001 | Bumerangsport – einmal anders

ot - Eberhard Keim berichtet über seine "spezielle" Art, Spaß und Freude am Bumerangsport zu haben.

Mein Steckbrief:

Bumerangs in der passenden Kiste

  • Eberhard Keim, Jahrgang 1953
  • Seit 18 Jahren Fachlehrer Holztechnik an Berufsschulen
  • Ehefrau Renate, 2 Söhne - 22 und 18 Jahre alt
  • Vor 20 Jahren einen alten Pfarrhof (1746) gekauft, viel Zeit investiert, lebe mit einem großen Garten.

1. Der Einstieg:

Bin selber erst spät – mit 39 Jahren – durch Zufall (das Hartmann-Buch) auf diesen Sport gestoßen. Dafür war die Reaktion umso heftiger. Mittlerweile (fast 49) ist diese wunderbar kreative-technisch-sportliche Betätigung zu einem Stück meiner eigenen Person geworden. Über die Bumerangwelt (ein nachträglicher Dank!) erschlossen sich mir Kontakte zu Gerhard Bertling, Herb Smith und vor allem zu Georgi Dimantchev. Es waren Herb Smith`s letzte 1 ½ Lebensjahre, in denen ich eine Reihe von Modellen und besonders seine unvergleichbar schönen handschriftlichen Karten und Briefe erhielt. Traurig sein früher Tod. Seit kurzem habe ich auch interessanten Kontakt zu Matei Campan, Rumänien.


2. Die Entwicklung:

Einige Exemplare an der Zimmerwand

Wie jeder Einsteiger begann ich mit Flugzeugsperrholz zu bauen, bin aber zeitgleich sehr früh mit Kunststoffen (Polycarbonat) in Berührung gekommen. Als ich dann von der DM 95 in Bensheim meine erste Gfk-Platte mitbrachte, setzte eine Entwicklung ein, die mich mittlerweile zu einem reinen Kunststoffbauer und –werfer machte. In meiner Wurfkiste gibt es kein einziges Holzmodell, sondern Teile aus Gfk, Polycarbonat, PE, Carbon und Composite.


3. Arbeitsweise:

Noch mehr Exemplare an der Wand!

Die einzige Eigenart, die vielleicht mit meinem berufl. Hintergrund zu tun hat, ist die Form der Ausarbeitung. Ich profiliere jedes Modell nur mit Raspel und Feile – egal welches Material, bei Kohlefasermodellen mit Metallrundfeile und 80er Schleifpapier. Schleifrollen oder Bänder sind mir persönlich zu ungenau, da ich finde: Flugeigenschaften spielen sich nicht nur im 1/10mm Bereich von Material, sondern ebenso im Profilbereich auf engstem Raume ab. Neben der Vorliebe für „Kunststoffe pur“ haben sich in all den Jahren bei mir noch 2 Dinge grundsätzlich verändert. Meine Modelle wurden erheblich kleiner mit schmäleren Flügeln – die Flugweiten wurden größer. Mein Wurfstil passte sich daran an: höhere Rotation (trotzdem locker) und für einheitlicher Wurfgefühl – nur noch pinch grip von MTA bis Long Distance!

4.Werferkontakte:

Mit Gerhard Bertling habe ich schon jahrelangen, netten Kontakt, Georgi Dimantchev ist mein engster Bumerangvertrauter seit 7 Jahren. Georgi`s Formen sind ein „Erfahrungsschatz“ – ich selbst arbeite daran weiter, indem ich viele seiner Holzformen verkleinere und sie in Kunststoff baue. Sie gehören zum Besten und bestätigen die ausgezeichneten Eigenschaften der Urform.


5. Praxisbeispiele:

Einige meiner Fast Catch Bumerangs

Mein einziger „Leistungsgedanke“ in diesem wunderbaren Sport ist – die Flugeigenschaften und die Übereinstimmung mit meinen Modellen zu steigern. Dabei betreibe ich einzelne "Disziplinen" stets regelfrei und eher mit spielerischem Charakter.

  • a) Fast Catch:
    nicht Rekordzeiten, sondern 2- und 3 fach Wurf. Seit einigen Wochen werfe ich diese gleichgroßen PC-3 Flügler im 3er Pack ab – und sie lassen sich etwas zeitversetzt hintereinander fangen. Der Erste ( PC 2mm) hat 20g, der Zweite (PC 2mm) 24g, der Dritte (PC 3mm) 34g. Ist schwierig, aber es klappt.
  • b) Doubling:
    Mein Doublingpaar hat gleiche Größe, gleiches Gewicht (30g) und trotzdem verschiedenstes Flugverhalten. Der Insider = PE 3mm, ohne Gewichte und Löcher, der Outsider = PC 2mm, leicht gewichtet.
  • c) Aussie Round:
    Das sind für mich eine große Zahl kleiner Formen von 2,2 bis 2,9mm mit einer Spannweite unter 230mm, zwischen 40 und 50g schwer, meist Gfk – mein bevorzugter Schwerpunkt.

6. Eigenmotivation:

Mein Doubling-Paar

Ein Werfer in meiner persönlichen Lage, der nicht auf Turnieren erscheint, der ohne Ranglisten und Wettbewerbsregeln leben will, der auch selber keine Teile "produziert" und verkauft – scheint sich eigentlich selber von der aktuellen Werferszene auszuschließen? Das ist zum Teil richtig, aber ich denke, es gibt auch noch einen, vielleicht sehr kleinen Werferkreis in diesem Sport, der das Ganze von einer völlig anderen Seite betrachtet und mit Sicherheit ebensoviel Begeisterung und Erfüllung darin findet. Ich schließe mich da Matei Campan`s Gedanken an, der in einem Artikel schrieb: "The boomerang gives me the sensation that by throwing it – I extend myself into space and I dominate it. This belongs to the contemplative part." Wenn alle wichtigen Dinge des Tages erledigt sind und keinerlei Ärger auf mir lastet – dann gehe ich auf meine Wiese und werfe und fange und werfe und fange, genieße 2-3 Stunden diese "Übereinstimmung", fahre beglückt nach Hause und freue mich bereits auf das Nächstemal.

MHR

Eberhard Keim






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