"Bumerangs kommen doch aus Australien, oder?"
"Warum kommt der Bumerang zurück?"
"Ist Bumerangwerfen eigentlich ein richtiger Sport?"
"Wie muß man einen Bumerang werfen, damit er auch wirklich zurückkommt?"
"Sind Bumerangs generell eine Waffe?"
"Wo kann man denn einen Bumerang kaufen?"

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  23. November 2001 | Mein Weg zum Bumerangvirus

ot - Unser Mitglied Martin Müller berichtet über seinen Bumerang-Werdegang.

Es fing an im Radio...

Das Oktoberfest ist gut überstanden, die wichtigsten Sinne sind wieder fast vollständig zurückgekehrt. Meine Frau sitzt am Steuer und chauffiert mich Nachhause, als ein Bericht im Radio meine Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Im Internet gibt es eine schöne Website über den Bumerangsport eines gewissen Bruno Müller, deren Besuch sich lohnen soll. Alles soll man dort finden; Wie Wurfanleitungen, interessante Baupläne usw.
Alte Kindheitserinnerungen wurden wach. Mein damaliger bester Freund, der Alfred, dessen Vater eine kleine Schreinerei auf dem Lande betrieb, kam auf die Idee aus Sperrholzabfällen Bumerangs zu bauen. Der natürliche Nachahmungstrieb eines Kindes veranlasste uns dazu. Die letzte Folge von „Magic Bumerang“ war wieder ungemein spannend. Alle Bösewichte erstarrten zur Salzsäule, bis der Bumerang unseres Helden treu wie ein Hund zu seinem Herrn zurück kehrte. Aber wie wir uns auch anstrengten, mehr als einen müden Halbkreis bekamen wir nicht zustande. Vom Fangen ganz abgesehen. Da sieht man es wieder das gibt es nur im Fernsehen und das ein Bumerang zu seinem Werfer zurückkehrt gehört ins Märchenreich. Trotzdem hatten wir damals viel Spaß.
Und dann die große Überraschung. Dieser "Aussibär" behauptete nicht nur dass diese Dinger wirklich zurückkehren. Nein, er bewies es sogar durch eigen erstellte Videoaufnahmen. Fünf Fänge in einer halben Minute, einfach Wahnsinn. Kaum zu glauben, einfach unfassbar. Ich saß vor dem Computer und sah es mit eigenen Augen.

Und ab in die Werkstatt!

Tags darauf, gleich nach Feierabend, hieß es Sperrholz besorgen. Finnisches Birkensperrholz hat es geheißen. Gibt’s im Baumarkt nicht. Also muss es ein anderes Holz auch tun. Ist doch schließlich egal. Mit Stichsäge und Feile bewaffnet bekamen die ersten Teile im Keller ihre Form. Als Vorlage diente ein Plastikbumerang, den ich meinem Sohn vor einem guten Jahr für 2 Mark gekauft hatte und der sich als lebensgefährlich erwiesen hatte und bis dato im Keller neben einem anderen Fehlversuch, der stark an einen Kleiderbügel erinnert, als Staubfänger diente. Die ersten Würfe, getreu nach Brunos Wurfanleitung, waren ernüchternd. Der geringste Wind verblies mein Prachtstück, auch durfte ich nur ganz leicht werfen, damit er nicht wie ein besoffener Vogel durch die Luft eierte. Nach den ersten per Zufall freudestrahlend geglückten Fängen hielt ich zwei Teile in der Hand. Dieses Sperrholz scheint doch nicht so ideal zu sein. Das mit Spannung erwartete Birkensperrholz, nebst einem fertigen „Koala“ von Dietmar Reinig, brachte mich einen großen Schritt weiter. Wobei ich die vielgepriesenen 3-Flügler abfällig als keine richtigen Bumerangs betrachtete. Diese Dinger erinnerten mich mehr an dieses Kinderspielzeug, das man mit einem heftigen Ruck an einer seitlich anebrachten Schnur in Rotation versetzte und dann zügig aufsteigen sah. Meine ersten Bumerangs aus finnischem Birkensperrholz waren der „Batman“ von Peter Umhaer „Ummi“ und der „Albatros“ von Dietmar Reinigs Homepage.


Aller Anfang ist schwer

Neun Monate Bumerangkarriere lagen nun hinter mir und meine Teilnahme an der Ü40-Meisterschaft in Hailfingen haben mich wieder zurück auf den Boden der Tatsachen gebracht.
Mit einem Bumerang ("Albatros") bin ich erschienen. Nun weiß ich, dass ich nichts weiß. Allerdings habe ich von diesem Turnier einen "Fuzzy" von Peter Umhauer mitgebracht, der nach nur einer Stunde Bauzeit fertig vor mir lag. Dieser Bumerang bescherte mir die ersten richtigen Erfolgserlebnisse. Die fehlerfreien Fänge in Folge wurden nicht mehr gezählt. Ein Fuzzy nach dem anderen verließ meine Werkstatt. Der eine etwas leichter, der andere etwas schwerer, mal weniger, dann mal wieder etwas mehr Profil. Dann lag die DM 2001 hinter mir. Vor einem kleinen Jungen belegte ich den vorletzten Platz und war noch deprimierter als nach der Ü40 in Hailfingen. Trotzdem verging kaum ein Tag ohne Training. An dieser Stelle ein ganz großes Lob an meine Frau, die sich in ein Buch vertiefte, während ich glücklich nutzlose und unschuldige Kreise in den Himmel schrieb. Auf einem Kurzbesuch bei den ziemlich verregneten Aalener Meisterschaften überließ mir Stanislaus einen Vierflügler aus Polypropylen. Das war für mich der Durchbruch. Keiner meiner geliebten Holzbumerangs kam so präzise, zuverlässig, und souverän zurück. Er vertrug sogar etwas Wind, und keiner meiner sauber lackierten Holzbumerangs blieb auch bei Nässe so schön griffig, wie dieser kleine Rang.

...doch dann geht alles ganz schnell!

Schnell war die erste Platte bei Dietmar bestellt und inzwischen ergänzen 10 kleine PP‘s, neben ihren hölzernen Brüdern, meine Bumerangtasche. Meiner Sucht fröne ich mehr denn je und wenn es mal stürmt, regnet oder schneit, wird fleißig gebaut oder ich werfe bei Abwesenheit der stolzen Einhufer in einer Reitsporthalle und biete den Gästen in der unmittelbar angrenzenden Reiterstube manche Kurzweil bei Pizza und Bier.


Training & Platzwärte - das alte Thema

Auf meinem heimischen Sportplatz in Hallstadt bin ich als nicht zahlendes Nichtmitglied schnell vertrieben worden und mich darauf nach einer freundlicheren Gegend umgesehen. "Geschmissen wird hier nicht", hieß es jedesmal. Knappe 4km weiter nördlich von Hallstadt, liegt Kemmern direkt am Main. Dahinter erstrecken sich wunderschöne Mischwälder. Bei schönem Wetter widmen sich durstige Oberfranken dem würzigen Kellerbier und deftiger Brotzeit. In ruhiger Natur, umgeben von Feldern und Wiesen, liegt die Kemmerer Sportanlage mit drei gepflegten Sportplätzen, einer Inlinebahn für die Jungen und jung gebliebenen und dem Vereinsgebäude. Ganz viel Platz drum herum ist auch noch vorhanden. Was für ein Wurfgelände! Dort wurde ich auch als Nichtmitglied großzügig toleriert und immer freundlich begrüßt. Die ersten Anzeichen einer Intensivierung des Kontaktes zwischen Fußballern und dem einsamen Bumerangwerfer sind deutlich erkennbar. Während einer Halbzeitpause, habe ich meine rudimentären Künste auch als exotischer „Pausenfüller“ zum Besten gegeben. Überraschend groß war das Interesse der Kids und die erste Bumerangs wechselten ihren Besitzer. Eine Mitgliedschaft beim Kemmerer Sportverein wird mein Treiben für die nächste Saison legalisieren, mein Wunsch wäre sogar die Gründung einer Bumerangabteilung des „Kemmerer Sportvereins“. Aber alles muss noch reifen. „Eile mit Weile“, spricht man so schön. In unserer Gegend ist mit Bumerangs nichts los, obwohl ich vor 2 Wochen einen einzelnen Werfer auf einer Wiese angetroffen habe, der sich vor der drohenden Gefahr seiner schweren Wurfhölzer ständig in Sicherheit bringen musste. Meine kleinen flinken Rangs, die richtig zurückkamen und sogar gefangen werden konnten, ernteten maßloses Staunen. Schnell waren die Umrisse des Fuzzys und des Rapidos auf ein Blatt aufgezeichnet und an den Fremden übergeben. Man sieht: Unsere Gegend ist in Sachen Bumerangsport noch echtes Entwicklungs-gebiet. Diesen Zustand will ich mit all in meiner Macht befindlichen Möglichkeiten ändern und wünsche allen Bumerangwerfern und denen die es noch werden wollen!
MHR aus Hallstadt (das liegt zwischen Kemmern und Bamberg)

Euer, seit Oktober/2001 stolzes DBC Mitglied
Martin Müller

P.S.:Man sieht sich im nächsten Jahr hoffentlich wieder auf der Wiese!





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