"Bumerangs kommen doch aus Australien, oder?"
"Warum kommt der Bumerang zurück?"
"Ist Bumerangwerfen eigentlich ein richtiger Sport?"
"Wie muß man einen Bumerang werfen, damit er auch wirklich zurückkommt?"
"Sind Bumerangs generell eine Waffe?"
"Wo kann man denn einen Bumerang kaufen?"

Im Bereich Bumerang:
Medieninfopaket
Im Bereich Club:
Anmeldeformular
Im Bereich Sport:
Deutsche Rekorde

DBC-Vereinshaftpflicht (13 KB)
Organisationshilfe für Bumerangturniere (18 KB)
Bumerang-Zertifikate (42 KB)
DBC-Regelwerk (Schüler) (88 KB)
DBC-Regelwerk (Indoor) (92 KB)
Formular zur Einzugsermächtigung (97 KB)
Handbuch zum Umgang mit der DBC-Home Page (113 KB)
DBC-Beginner-Regelwerk (114 KB)
Head2Head (140 KB)
DBC-Regelwerk (Outdoor) (204 KB)
DBC-Vereinsordnung (Mai 2005) (397 KB)
Bumerang-Simulation (945 KB)
DBC-Flyer (8 Seiten) (1644 KB)



<< zurück zum Archiv


  12. Mai 2002 | Trickfangen - Serie: Hacky-Catch (2)

ao - Als nächsten Teil unserer Trickfangserie behandeln wir hier den Hacky Catch oder Kick Fang. Verschiedenste Ausführungsmöglichkeiten und eine oft nötige Portion an Schnelligkeit machen diesen Fang nicht nur für Zuschauer zu einem Highlight.

Der Hacky Catch

Der Hacky Catch gehört mit zu den schwierigsten Standardfängen (mein persönliches Sorgenkind), da es ähnlich wie beim Foot Catch nicht allein nur auf die Hand-Augen Koordination ankommt. Unsere Füße, die sonst eigentlich eher eine untergeordnete Rolle beim Bumerangwerfen spielen, sind hier die Hauptdarsteller. Aber bevor wir uns zu tief in die Technik begeben, sollten wir den Fang zuerst vielleicht noch mal beschreiben. DBC-Definition 2002: Der Bumerang muß zuerst mit einem Fuß (ausschließlich Knie) in die Luft "gekickt" werden, bevor er mit einem beliebigen Fang ohne Berührung des kickenden Fußes gefangen werden muß. Im Prinzip setzt sich dieser Trickfang also aus zwei separaten Teilen zusammen:


ein Kick - zwei Möglichkeiten


Es gibt zwei vorherrschende Varianten, den Tritt auszuführen, wobei diese beiden in der Bumerang-Szene ungefähr gleich stark vertreten sind. Daran kann man auch sehen, daß die Frage, welche Variante einfacher ist, nicht unbedingt leicht zu beantworten ist. Bei der ersten Möglichkeit (A) wird der Unterschenkel vor dem Körper, also zur Mittellinie hin, angewinkelt. Das heißt die Innenfläche unseres Schuhs zeigt nach oben und soll den Bumerang treffen (s.Foto). Auf diese Weise bin ich selbst den Fang jahrelang angegangen.



Die zweite Möglichkeit (B) ist, den Unterschenkel nach außen zu drehen. Der Bumerang wird also mehr seitlich vom Körper angenommen und mit der Fußaußenseite getroffen (s.Foto). Ansonsten kann man noch versuchen, den Bumerang wie einen Ball mit der Fußspitze oder dem Hacken zu treffen, wobei ich bezweifle, daß sich so sehr viel Kontrolle erlangen läßt.

Ein großer Unterschied zwischen den beiden beschriebenen Varianten ist die Körperstellung zum Bumerang. Mit einem optimalen Kick vor dem Körper (A) kann man den Bumerang direkt vor einem auf Höhe der Hände in der Luft positionieren und braucht nur noch zupacken. Bei der Außendrehung des Unterschenkels (B) befindet sich der Bumerang wie bereits angedeutet weiter seitlich. Das heißt man muß sich entweder nach dem Tritt hindrehen oder bereits vorher mit dem Oberkörper eindrehen. Außerdem verlagert man bei beiden Varianten das ganze Körpergewicht auf das andere Bein und damit weg vom Bumerang. Ein schneller Hechtsprung nach vorn wird damit eher schwierig.

Nun stellt sich die Frage, warum bevorzugen so viele Werfer die (B)-Variante mit der doch so komplizierten Körperhaltung. Die Idee liegt darin, daß auch die beste Körperhaltung herzlich wenig bringt, wenn der Bumerang nicht sauber getroffen wird. (Jeder kennt den tollen Anblick wenn der Bumerang nach einem beherzten Tritt quer über den Platz segelt) Für einen sauberen Kick ist es wichtig, die Fußkante so parallel wie möglich zum Boden zu halten, damit der Bumerang nicht schräg, sondern senkrecht nach oben abprallt. Dies gelingt (meiner Meinung nach) bei einem Tritt mit der Fußaußenseite (B) wesentlich besser. Wahrscheinlich ist die körperliche Voraussetzung aber eh bei jedem anders, so daß man durchaus mal beide Varianten probiert haben sollte.

Unabhängig von der Wahl der Ausgangsstellung, sollte der Bumerang immer kontrolliert getroffen werden. Also nicht einen Elfmeter treten, sondern eher etwas lockerer lupfen. Nun reicht es ja leider nicht aus, sich mit erhobenem Fuß seinem Bumerang in den Weg zu stellen. Wie immer kommt es vor allem darauf an, seinen Bumerang wie seine Westentasche zu kennen, aber auch genaues Zielen ist gerade beim Hacky Catch das A und O. Optimal ist bei Mehrflüglern ein Treffer genau im Zentrum der Rotation. Das würde das Gleichgewicht des Bumerangs nicht stören und ihn stabil halten. Realistischer ist allerdings, daß wir fast immer mindestens einen weiteren Flügel treffen. Dadurch kommen vor allem Dreiflügler sofort ins Trudeln, prallen unkontrolliert ab oder kippen einfach vom Fuß. Viele Werfer (so viele sind es nun auch wieder nicht) umschiffen dieses Problem, indem sie Bumerangs mit vier oder mehr Flügeln verwenden. Das ähnelt dann mehr dem Fang eines Tortenbleches.


Der Fang

Zum zweiten Teil des Hacky gibt es sicherlich nicht mehr so viel zu sagen - einfach zupacken. Fliegt der Bumerang nach dem Tritt allerdings noch einmal sehr hoch, so empfiehlt es sich manchmal seine Flugbahn und v.a. seine Drehung genau zu verfolgen, um nicht im falschen Moment zuzugreifen.

Alternativen

Als Alternativen zum Standardfang entstanden vor allem durch Freestyle-Disziplinen wie z.B. GLORP interessante Variantionen:
  • Ellbogenhacky
  • Schulterhacky
  • Fausthacky
  • Kniehacky
  • Kopfhacky
  • u.s.w.


Natürlich lassen sie sich auch wunderbar kombinieren!

Also, viel Erfolg und nicht die Knöchel brechen.





<< zurück zum Archiv


[ Newscenter | Bumerang | Sport | Forum | Club ]
[ Kontakt | Impressum | Newsarchiv ]

© Deutscher Bumerang Club e.V.