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  10. März 2003 | Bumerang-Projekt am Gymnasium Schenefeld

ot - Jan Grünwald ist Lehrer am Gymnasium Schenefeld und hat im letzten Jahr eine Projektwoche zum Thema "Bumerang" durchgeführt. Hier sein interessanter Bericht!

Text: Jan Grünwald
Rosenkranzer Weg 78
24214 Schinkel

j.gruenwald@freenet.de

Am Gymnasium Schenefeld findet in jedem Jahr parallel zu den Fahrten der 5. 7. und 11. Klassen die Projektwoche statt. In diesem Jahr habe ich ein Projekt ?Bumerang? angeboten, das von insgesamt 22 Jungen gewählt wurde (18 Schüler aus der 6. Klasse je 2 Schüler aus der 8 und 9 Klasse).

Als Räumlichkeiten standen ein Klassenraum und der Werkraum zur Verfügung. Ein Kollege dessen Projekt nicht zu Stande kam, unterstützte mich in der Betreuung. Die tägliche Arbeitszeit für die Schüler war 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr. In den Vorbesprechungen mit den Schülern stellte sich die Zielsetzung heraus, Bumerangs selbst zu bauen und das Werfen und Fangen zu üben.

Da ich nur wenig Vorerfahrung hatte, war es sehr günstig, dass im August die Bumerang WM in Kiel statt fand, wo ich den Workshop von Gerd J. Ludwig besuchte und eine Menge Anregungen und Material für das Projekt auf den Weg bekam. Dort baute ich auch meinen ersten eigenen Bumerang, einen Polygon in 3mm Birkensperrholz (3-Flügler mit Loch).

Schon die ersten Wurfversuche waren erfolgreich und so entschied ich mich, den Polygon auch zum Bau in der Projektwoche vorzusehen.

Da die Schüler 2 bis 3 verschiedene Bumerangs bauen sollten, besorgte ich 2 Platten Birkensperrholz (150 x 75) in 3mm und eine Platte in 4mm Dicke. Auf eine der 3mm Platten zeichnete ich 24 Polygone (meiner diente als Vorlage) und sägte sie mit der Stichsäge grob aus.


Ablauf der Projektwoche

Als gelungenen Einstieg hat sich das Werfen mit Pappbumerangs herausgestellt. Ich demonstrierte einen 4-Flügler und erntete Erstaunen über seinen Flug. Sofort war das Interesse geweckt und die Schüler bastelten mit Hilfe einiger Schablonen, die ich mitgebracht hatte verschiedene Papp-Bumerangs, die sie in der Pausenhalle ausprobierten. In der anschließenden Besprechung wurde über die unterschiedlichen Möglichkeiten, Auftrieb zu erzeugen gesprochen und auch das Thema Linkshänder diskutiert (drei Schüler waren Linkshänder). Dann zeigte ich meinen Polygon und gab als Aufgabe, ihn nachzubauen.

Im Werkraum bekam jeder Schüler einen Ausschnitt. Nach einigen grundsätzlichen Erläuterungen zum Benutzen der Laubsägen, die in ausreichender Zahl vorhanden waren, ging es los. Das Arbeitstempo war höchst unterschiedlich. Das galt auch für die Qualität des Sägeschnitts. Ungünstig wirkte sich der Einsatz von Kurvensägeblättern aus, weil deren Schnitt sehr breit war und wenig Vortrieb ermöglichte. Insgesamt war das Sägen recht zeitaufwendig, zumal für das Mittelloch noch gebohrt und nochmals gesägt werden musste.

Für die Ausarbeitung des Profils bekam jeder Schüler ein Blatt auf dem der Polygon mit rechts bzw. Linkshänderprofil aufgezeichnet war. Jeder Schüler musste dies mit Bleistift auf seinen Rohling übertragen. Zum Ende dieses Vormittags hatten die ersten bereits das Profil mit Raspel und Feile ausgearbeitet, die letzten waren noch nicht mit dem Aussägen fertig. Alle Schüler hatten mit Feuereifer gearbeitet und bis auf drei nahmen alle ihr Werkstück mit nach Hause, um daran weiter zu feilen.

In der ersten Stunde des folgenden Vormittags beendeten die Schüler ,die dies noch nicht zu Hause gemacht hatten, das Feilen und schmirgeln. Das Grundieren der Bumerangs mit Schnellschliffgrund haben wir Lehrer übernommen. Dann ging es endlich raus auf den Sportplatz. Die Wurf und Fangversuche waren von sehr unterschiedlicher Qualität. Die guten Schlagballwerfer brachten nicht unbedingt die besten Bumerangwürfe zu Stande. Erfolgreich waren die Schüler, denen es gelang, durch Handgelenkeinsatz viel Vorwärtsrotation zu bewirken. Dazu war z.B. Erfahrung im Badminton hilfreich. Schwierigkeiten bereiteten die Windverhältnisse. Zwar war es eher schwachwindig, doch auf dem Baumumstandenen Platz wechselte die Windrichtung ständig. Dennoch gelang es drei Schülern, ihren Bumerang per Finger im Mittelloch zu fangen.

Für den nächsten Tag hatte ich Gerd Jürgen Ludwig eingeladen. Er hatte eine Fülle von Anschauungsmaterial mitgebracht. Die Schüler konnten so einen Überblick gewinnen über die Vielfalt an Bumerangformen und ihren daraus resultierenden Eigenschaften. Wir überlegten zusammen, welche Bumerangs sich zum Nachbauen eigneten. Die Schüler wollten nun vor allem einen Zweiflügler bauen. Besonderen Aufforderungscharakter hatten auch Formen wie ?Batman?, ?Flugzeug? oder ?Totenkopf?. Jeder Schüler wählte aus einem Angebot von sechs vorausgewählten Bumerangs denjenigen aus, den er als zweiten bauen wollte. Viele wollten den als guten Flieger angepriesenen Quadro bauen. Ich kopierte dann direkt die Originale auf 4mm Sperrholz und sägte jedem Schüler eine Platte mit seinem Umriss aus. Beim Zeichnen der Profillinien war unser Gast sehr gefragt. Der späte Vormittag war wieder dem Werfen gewidmet, wobei wir diesmal von Gerd Jürgen Ludwig fachkundig unterstützt wurden. Nochmals vielen Dank Gerd!


Am Donnerstag hätte ein frischgebackener Bumerangweltmeister aus Hamburg uns seine Kunst demonstrieren wollen. Leider konnte er dann wegen Krankheit nicht kommen. Einige Schüler hatten schon ihren zweiten Bumerang zu Hause fertiggestellt. Die Frage des Lackierens tauchte natürlich auch auf. Da nicht alle ihr Stück verzieren wollten und die Unkosten für die Schüler gering bleiben sollten, lackierten einige Schüler ihre Bumerangs zu Hause. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. In Ermangelung eines Weltmeisters haben wir unsere eigenen Wurfqualitäten in einem Spiel versucht: Der Bumerang wurde von einer Markierung abgeworfen. Wurde er gefangen, so haben wir von der Entfernung zum Abwurf-Mal noch 3 Meter abgezogen. Ziel war natürlich, den geringsten Abstand zu erzielen. Jeder hatte drei Versuche, der schlechteste wurde gestrichen.

Diese kleine Wettkampfform haben wir dann auch am Freitag durchgeführt. Sie war Teil unserer Projekt-Präsentation. Jeder Schüler bekam eine Urkunde. Die Schüler haben auch ein ?Werfen für jedermann und jedefrau? angeboten. Dabei konnte durch einen Fang etwas gewonnen werden. Die selbst gebauten Bumerangs wurden im Werkraum ausgestellt (siehe Foto).


Fazit

Ein Projekt, das ich gerne wieder anbieten werde. Die Schüler haben begeistert mitgemacht und viel Engagement gezeigt. Von den Eltern kamen ausschließlich positive Rückmeldungen.





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