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axels makro aus epoxy nachbauen...

 
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dreinullzwo
Balsaholz-Werfer


Anmeldungsdatum: 12.03.2013
Beiträge: 10
Wohnort: im Hohenlohischen

BeitragVerfasst am: 29.04.2013, 20:16    Titel: axels makro aus epoxy nachbauen... Antworten mit Zitat

hallole Cool
da ich hier ne schicke 2,3mm muster-epoxy-platte aus der pcb produktion(mit 2 layern glasgewebe) stehen
habe, dachte ich mir, ich könnte ja mal versuchen axel heckners makro
nachzubauen.
hat sich da überhaupt schon jemand ausser axel himself daran probiert?
wieviele sägeblätter und feilen werden dabei wohl draufgehen? hat ne verdammt hohe dichte diese platte und ist steif wie ein t-träger! biege-tuning im "kalten" zustand ist fast unmöglich....
naja, mal sehen. eilt ja nicht Auf den Arm nehmen
grüsse, sven
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guido
Aussie-Round-100-Werfer


Anmeldungsdatum: 28.01.2004
Beiträge: 457
Wohnort: muenchen

BeitragVerfasst am: 29.04.2013, 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Swen,

einen Teil kann ich beantworten.
1 Stichsägeblatt, und das bleibt heil Nimm ein Diamant beschitetes, kostet rund 5 Euro.
Feilen brauchst du viele, die sind nach drei Hüben fertig, oder besser du nimmst 80ziger Schmirgelleinen, klebst es z.B mit Ponal oder ähnlichen Weiß leim auf und kannst Profile zum abwinken machen.

Den Makro würde ich eher nicht bauen, groß und schwer und nicht mehr sehr aktuell was wurf und Flugweite angeht. Aber deine Entscheidung.
Ich hatte mal die Ehre einen Original von Axel zu werfen, hat mich nicht richtig fasziniert. Mir waren damals vor knapp 20 Jahren meine Hooks in 3 mm Pertinax lieber. Leichter und weiter.

Grüße

Guido
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Winfried Gorny
Bumerang-König


Anmeldungsdatum: 11.03.2004
Beiträge: 1128
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 30.04.2013, 06:16    Titel: Antworten mit Zitat

@Sven:

Da PMs gestern ne zeitlang irgendwie nicht funzten: Guck mal in dein Postfach da liegen welche von mir rum, musste nur abholen.

Ansonsten wegen deiner Streifenlaminate: Ruf Eckhard an, teile ihm mit was du haben willst, damit du weißt, was er haben will und ich weiß, was ich dann zum bearbeiten kriege.

Ich schicke dir gleich noch ne PM mit der Telefonnumer von Ecki.
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Gruß aus Hamburg, Winfried

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Winfried Gorny
Bumerang-König


Anmeldungsdatum: 11.03.2004
Beiträge: 1128
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 30.04.2013, 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
"epoxy-platte aus der pcb produktion(mit 2 layern glasgewebe)"


Dazu muss ich dir noch unbedingt etwas sagen, was nicht ganz unwichtig ist - die Gesundheit betreffend:

Glasseide zerbröselt bei JEDER Art von Bearbeitung in feinste Partikel. Das Zeug ist genauso gefährlich und lungengängig wie Asbest! Da gibt es nun Leute, die davon kiloweise einatmen und kriegen doch nur ne Staublunge und keinen Krebs. - Und es gibt die, die atmen EINE Faser ein und gehen daran zugrunde. - Und du weißt nicht, zu welcher Personengruppe du gehörst - oder erst dann, wenn es zu spät ist...

Eigentlich sind beim Bearbeiten Hochsicherheitsmaßnahmen erfoderlich (an die ich mich grundsätzlich hielt, denn ich habe eine Zeitlang mit den G12-Platten in Mengen gearbeitet, als ich noch Weitflieger in "Kleinserie" baute):

1. Einmal-Arbeitsanüge und die als Gankörperkondom".

2. Vollmaske (ähnlich einer Gasmaske) mit Partikelfilter P3 und Gasfilter gegen organische UND anorganische Stäube.

Filterkosten des Kombifilters (ohne Vorfilter, der kostet noch mal 1 €): 60 Euronen; Standzeit: 90 Minuten.

Das Ganze mit externer Sauerstoffzufuhr über einen kleinen Kompressor, der für Überdruck in der Vollmaske sorgt (So ist die Maske frei von jeder Leckage).

Feste, eng anliegende Arbeitshandschuhe, die zudem sehr dünn sein sollten (von wegen Gefühl beim Arbeiten). - Weil die Glasfaser-Partikel genau wie Asbest Widerhaken haben, die sich in deiner Haut festsetzen.

3. Eine Super-Absauganlage, die einen Feinstaubfilter (Filterkosten ca. 500 €, Standzeit ca. 1 Jahr) und es schafft, wenigstens 95 % der Stäube einzufangen.

Ein Abluftgebläse nach draußen mit Partikelfilter für die Raumluft....

Die Gasfilter-Kombi brauchst du wegen der Epoxidharze. Das sind zum Teil anorganische Gase, die beim Bearbeiten frei werden. Ab 40 Grad Temperatur gasen aus dem Zeug sog. Furane aus; das sind die kleinen Brüderchen und Schwesterchen der Dioxyne!

Und wie du vielleicht selbst schon einmal festgestellt haben magst; sogar beim "Handschmirgeln mit 80g Korundleinen bekommst du spielend Temperaturen um die 60 Grad hin. - Jedenfalls habe ich früher sehr regelmäßig dabei so heiße Finger gekriegt, das ich so ein bis 2 Sekunden unterbrochen habe, bevor es weiterging. - Je länger, desto öfter.

Das heißt unterm Strich: Das gilt auch für Pertinax!!! Es ist leider so, das Herb Smith der traurigste Beleg für diese Gefahren war. Er starb an Lungenkrebs und nicht nur ich denke, dass dafür sein massenhafter und sorgloser Umgang mit diesem Material schuld war.

Für Leute die das vieleicht 10 - 100 mal im Leben und draußen mit Rückenwind machen, bestehen m. E. zwar keine Bedenken. Aber eben auch nur prinzipiell.

Wie gerade wir Bumerang-Werfer wissen, kann der "Abwind" sogar negative Auswirkungen haben. Denke mal an die entstehenden Verwirbelungen an und rund um deinen Körper, wenn der Wind darauf trifft.

Du wirst u. U. doch eine erehbliche Dosis direkt in die Nase geblasen bekommen - sowohl vom "Glasbruch" als auch von den Furanen.

Des weiteren wirst du an Händen, Klamotten, Haaren soviel von den kleinen mistigen "Widerhakendingern" mit nach Hause in deinen Lebensbereich schleppen. - Und wie gesagt, ein Glaspartikel in einer einzigen Aureole deiner Lunge (das ist da, wo der Sauerstoffaustausch stattfindet) kann einer zuviel sein.

Das ist der Grund, warum ich garantiert nie wieder Pertinax oder G12 und Co. verarbeiten werde. Der ganze Epoxy und Glasfasermist wird mir nie wieder in die Werkstatt kommen. - Wozu auch? Man kann Erstaunliches mit Holz erreichen. - Das ist nur in Vergessenheit geraten (zumindest in der Wettkampfszene in Deutschland).

Meines Erachtens gibt es nur eine einzige Disziplin, in der man mit Holz nichts werden kann: Long Distance! Da ist Glasfaser in Epoxy die Voraussetzung für Rekordergebnisse.

Aber vielleicht stoßen wir ja irgendwann mal auf ein Material, dass vielleicht noch einen Tick schwerer, steifer und bruchsicherer in einem ist. - Gibt es zwar, ist aber nicht erschwinglich. Ist ein Keramik/Kohlfaser-Compound.

Porsche macht aus dem Zeug die Bremsscheiben. Und die sind fast so teuer wie ein Kleinwagen. Die Materialien werden bei 18.000 Grad C zusammengebacken und das macht es so teuer. Das braucht eine Gussform, die Temperaturen bis 20.000 Grad standhält.

Die traurige Geschichte: Ich war mit Porsche in Verhandlungen dafür. Ich hatte deren Werbeabteilung den den Floh ins Ohr gesetzt, Sie könnten mit Folgendem Werbung machen:

Wir nehmen Manuels besten Bumerang, nehmen die Form davon ab, gießen damit dann einen Keramik-Kohlefaser-Compound und haben, von Manuel geworfen, einen unglaublichen Weitenrekord. Meine Prognose war: 300 m sind noch lange nicht die Grenze.

Denn das Zeug ist zu 110 % verwindungsfest. Selbst wenn das nur drei mm dick ist, das wird durch nichts erschüttert, gebogen oder zum Flattern gebracht. Damit ist der größte Bremschuh nach dem Abwurf eleminiert; das wirklich tierische "schlagen" der Flügel, das tierisch Widerstand aufbaut und die V0 dramatisch abbremst. Allein das brächte ungeheuer viel mehr Weite!

Dazu kommt noch, dass dieser Bumerang unkaputtbar wäre und nahezu 100 % zuverlässig. - Ein schöner Traum

Die Werbeabteilung war Feuer und Flamme und ich hatte eine Woche richtig Herzklopfen. Und dann rief der Werbeabteilung völlig konsterniert bei mir an. Die Finanzabteilung würde sie ausbremsen, denn leider würden nach einer schnellen Kostenrechnung allein für den Formenbau Invstitionen nötig, die an den zweistelligen Millionenbereich heranreichen könnten.

Soviel war Porsche diese sicherlich geniale Werbekampagne dann leider doch nicht Wert. Aber das wäre was geworden. Ich hätte gewettet, das Manu mit so einem Ding auf Anhieb deutlich weiter als 300 m geworfen hätte. Nach meiner Schätzung hätten 350 m oder sogar mehr drin sein können, denn:

Zu allem Überfluss ist das Matierial deutlich schwerer als GFK12, das spezifisische Gewicht liegt fast bei Aluminium! - Nur ein zehntel Gramm drunter.

Ein Traum, ein schöner Traum. Den Weltrekord hätte Manu garantiert mit ins Grab nehmen können. - Selbst wenn er 150 Jahre alt werden würde....

So, jetzt muss ich aber wieder in die Werkstatt!
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Gruß aus Hamburg, Winfried

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Zuletzt bearbeitet von Winfried Gorny am 01.05.2013, 12:43, insgesamt einmal bearbeitet
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Dietmar
Aussie-Round-100-Werfer


Anmeldungsdatum: 28.01.2004
Beiträge: 278
Wohnort: Lautertal

BeitragVerfasst am: 01.05.2013, 10:49    Titel: Re: axels makro aus epoxy nachbauen... Antworten mit Zitat

Hallo Sven,

frage am besten mal beim Axel nach.

Den Kontakt findest du unter: http://www.bumerangschule.de

beste Grüße,
Dietmar
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