FAQFAQ   SuchenSuchen     BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

LD laminieren?

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen     Foren-Übersicht -> Tipps zum Bauen und Werfen
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
B der K-te
Horst-noch-von-früher-Kenner


Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beiträge: 124
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 17.11.2014, 17:24    Titel: LD laminieren? Antworten mit Zitat

Angeregt durch Winfrieds Holz-LD (OWH) und der Tatsache das auf meiner Wurfwiese nun endlich nach Jahren(!) ein extrem störender Bauzaun aus der Flugbahn entfernt wurde, habe ich wieder über den Bau von LD-Bumerangs nachgedacht.
Mit Holz kommt man an gewisse Grenzen. Nicht nur das Gewicht ist zu niedrig; um extreme (evt gewichtete) Formen auszutesten ist es oft auch nicht steif genug. Zumindest kommt mir das dann beim Abwurf so vor.

Nun will ich nicht aus einer Glasfaserplatte LDs ausschneiden und schleifen. Dazu fehlt mir das Werkzeug, der Raum und die Schutzausrüstung.

Deshalb reifte in mir der Gedanke LDs in einer Negativ-Form zu laminieren. Also Glas- und Kohlefasern in (Epoxid-)Harz eingelegt und gepresst aushärten zu lassen.
Das wird ja schon lange für MTAs so gemacht.

Gibt es auch auf dem Gebiet der LDs diesbezüglich Erfahrungswerte, kann mir jemand Tipps geben?
Die technische Umsetzung traue ich mir zu. Ich stelle mir allerdings die Frage wie man so ein Teil dann noch tunen kann.

Bei entsprechenden MTAs die ich bisher in Händen hatte war das Tuning wohl schon "eingebaut" - also die Negativ-Form war bereits "getuned". Zum einen waren die Teile so perfekt das ich nie das Bedürfnis hatte am Tuning etwas zu ändern. (Ich hätte es nur verschlimmbessern können.) Zum anderen waren die auch so steif daß ich mir gar nicht vorstellen konnte wie man die jemals noch dauerhaft verbiegen oder verdrehen könnte.

Müßte man das bei LD auch so machen? Oder gibt es Tricks einen flach laminierten LD trotzdem noch richtig tunen zu können?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Winfried Gorny
Bumerang-König


Anmeldungsdatum: 11.03.2004
Beiträge: 1128
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 20.11.2014, 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Müßte man das bei LD auch so machen?


Jepp! Im Prinzip liegst du damit richtig. Man nimmt einen "flugfertigen" Bumerang, der bereits optimal getuned ist und und nimmt davon die Negativ-Form.

Genaueres dazu kannst du mit Sicherheit von Guido Queitsch erfahren. Der hat das mit MTA's bereits gemacht.

Allerdings denke ich, dass der Gewichtsunterschied bei der Übertragung Holz auf Kohlefaser nicht so relevant ist, wie der Unterschied bei der Übertragung von Holz auf GFK G12 oder höher.....

Und dann kann es IMHO sein, dass das Tuning für das tolle Laminat alles Andere als perfekt oder gar richtig ist.....

Zitat:
Oder gibt es Tricks einen flach laminierten LD trotzdem noch richtig tunen zu können?


EbenfallsL Jepp! - Das funktioniert sogar bei "Bambus-Sperrholz". Das war auch überhaupt nicht "tunebar"! - Mein Trick für Bambus hat auch schon immer bei Weitfliegern aus GFK funktioniert (Selbst Glasfaser in Epoxy nimmt Wasser auf. - Bis zu 10 Volumen-%!! (Hehehehe - und zur Belohnung wird es dann noch steifer und schwerer!).... Und wenn man nach dem Wässern/Tunen den Bumerang gleich zulackiert, kann das Wasser erst mal nicht wieder raus!!!! Lachen

Also: Bumerang in die Nirosta-Spüle, Kessel auf den Herd und wenn er pfeift über den Bumerang gießen (musst natürlich vorher den Stöpsel in den Ausguß stopfen).

10 Minuten warten und dann den Stöpsel ziehen und den Bumerang mit dicken Handschuhen (zum Schutz vor der Hitze) herzhaft tunen.

Wichtig ist dabei, dass der Faser-Verlauf des Laminates so gewählt wird, dass er ein korrektes Tuning unterstützt. - Sonst sperrt die Glas- und auch die Kohlefaser komplett das Einstellen des korrekten Anstellwinkels!

OK aber der Guido hat für Kohlefaser-MTAs auch sowas wie ne Bastelanleitung auf seiner HP: http://bumerang-muenchen.de/CFK.htm
_________________
Gruß aus Hamburg, Winfried

www.das-bumerang-projekt.de
www.bumerang-kaufen.com
Triff mich auf Facebook und/oder bei Google+
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
B der K-te
Horst-noch-von-früher-Kenner


Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beiträge: 124
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 21.11.2014, 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Hinweise.
Im ersten Punkt hast Du genau meine Bedenken angesprochen:
  • Da der LD auf der Unterseite annähernd den gleichen Schliff wie oben hat, muß auf jeden Fall eine zweiteilige Negativ-Form gemacht werden. Das allein ist schon etwas aufwändiger.
  • Das wird nochmal um ein Eck schwieriger wenn das zu kopierende Modell bereits ein Tuning besitzt.
  • Und dann muß das Modell eigentlich schon bocksteif sein, um das Tuning auch exakt kopieren zu können.
Der erste Punkt ist ja noch gut umsetzbar.
Für den zweiten und dritten Punkt scheidet ein Holz-Modell eigentlich bereits aus, weil zu weich, und eben das Tuning wohl nicht dem eines Laminat-LD entsprechen würde.
Um speziell gezüchtete Eier legen zu können, brauch ich bereits die richtige Henne - aber woher nehmen?
Gibt es jemanden der bereit ist meine LD-Form-Idee aus GFK zu bauen?
(Habe kein kommerzielles Bedürfnis; würde meine Form nur mal gerne flugfertig und in GFK in Händen halten.)

Wenn nicht werde ich - denke ich mir - perfekt zusammen passende Ober- und Unterseiten aus Holz schleifen. Aus diese flache Negativ-Formen machen und mal einen ungetunten LD laminieren.
Sinn und Zweck ist es ja auch, die Faserorientierung(en) im LD zu kontrollieren. Also nicht mit gekreuzten (Körper- oder Leinenbindung) Gewebe zu laminieren, sondern mit unidirektionalen Lagen (parallel liegenden Fasern) die Steifigkeiten für Biegung und Verdrehung an die LD-Form anzupassen.
Das sollte den LD noch steifer machen.
Dann muss ich halt versuchen mittels Heißwasserbad oder Heißluftfön das Tuning nachträglich einzubringen. So wie man es wohl macht wenn man den LD aus einer GFK-Platte baut.
Eine Idee wäre auch noch den laminierten LD etwas vorzeitig aus der Form zu nehmen - noch bevor er vollständig ausgehärtet ist, ihn dann zu tunen und so evt. eingespannt fertig aushärten zu lassen...

Außerdem interessant an der Methode ist:
Nachdem die Negativ-Formen für bikonvexes Profil fertig sind, kann ich nacheinander die einzelnen Holz-Ober- und -Unterseiten konkav schleifen und bekäme zwei Ober- und zwei Unterformen. Die könnte ich beliebig miteinander kombinieren und so vier LDs mit unterschiedlichem Profil heraus bekommen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
mschuetz
Wurfkreis-Choleriker


Anmeldungsdatum: 21.02.2004
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 25.11.2014, 08:06    Titel: Antworten mit Zitat

Interessante Idee!
Ich habe dies schon gemacht und empfehle UD Fasern für die Längssteifigkeit und Leinwandbindung für plus minus 45 grad. Dies lässt sich gut drapieren. Und wenn schon eine Form bauen, was extrem viel Zeit braucht! Dann gleich Bumerangs aus Kohlefaser bauen und zuinnerst mit Blei gewichten. Bei Glasfaser wirst du enttäuscht sein. Kohle ist zwar viel teurer, aber es lohnt sich...Glas höchstens für einen ersten Versuch verwenden.
Tuning: Ist gar nicht so heikel, es muss sowieso jeder abgeformte Bumerang eingeflogen werden. Kleine Korrekturen am Flachlegeverhalten können auch durch schleifen erzielt werden. Also am besten eine ebene Form bauen, dies ist kontrollierbar.
Tipp: Swiss-composite.ch hat gute Anleitungen für den Formenbau, auch in Keramik (so mache ich es).
Viel Erfolg! Manuel
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
B der K-te
Horst-noch-von-früher-Kenner


Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beiträge: 124
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 25.11.2014, 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank Manuel für die Tipps!

Ja, ich hatte sowieso vor (auf jeden Fall für die wichtigen Decklagen) Kohlefasern zu verwenden. Meine Bedenken waren das nachträgliche Tunen; dies konntet ihr dankeswerterweise zerstreuen.

Die ersten Formen die ich ausprobieren möchte, habe ich absichtlich so konstruiert das sie ohne Ballast bereits ein höchstmögliches Trägheitsmoment besitzen. So sind z.B. beide Armenden gleich weit vom Schwerpunkt entfernt, und Arm2 soll als Schwungrad dienen.

Doch ich hätte 3mm Bleikugeln die ich flach schlagen könnte da die LDs nur 2,5-3mm dick werden sollten. Oder ein dünnes Bleiband (Wickelblei) welches ich zerschnipselt in die Matrix mischen könnte. Als Besonderheit hätte ich sogar noch 500g Wolframpulver...
Aber das werde ich noch wie Gold hüten und wenn dann erst verarbeiten wenn ich bereits ausreichend Erfahrung in der Fertigung habe.

Keramik-Laminate; interessant! Wenn die Negativ-Formen dann aber so steif sind wie beschrieben, lassen sich die dünnen Bumerangs dann noch leicht aus der Form nehmen?
Wenn die Form noch einigermaßen elastisch ist, kann man die ja noch biegen oder verdrehen sodaß der fertige Bumerang sich löst. (Wie bei Eiswürfeln)
Klar, Trennmittel verhindert das festkleben in der Form, aber normalerweise stecken die Teile sehr fest in eben dieser. Wie machst Du das?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
mschuetz
Wurfkreis-Choleriker


Anmeldungsdatum: 21.02.2004
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 25.11.2014, 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

Wolframpulver! Das klingt sehr interessant… Ich gebe einfach zerstückeltes und flachgewalztes Blei in die Mitte.
Entformen: Ist bei einer brandneuen Form immer heikel… Meist gibt es jedoch beim laminieren ein paar überstände, so dass ich mit einem Schraubenzieher darunterkomme und ihn vorsichtig(!) rausheben kann. Manchmal noch etwas mit einer Holzlatte draufklopfen (vorsichtig!) und den Schraubenzieher wie einen Meissel führen.
Immer die erste Abformung besonders gut aushärten lassen!!
Beim schliessen der Form gut darauf achten, nicht sofort vollen Druck zu geben. Das Harz immer in wenig fliessen lassen und dann erst die Schraubzwingen weiter anziehen. Nicht übertreiben, sonst ist die Form hin, weil eben nicht elastisch...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Winfried Gorny
Bumerang-König


Anmeldungsdatum: 11.03.2004
Beiträge: 1128
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 19.07.2015, 05:24    Titel: Antworten mit Zitat

Leider konnte ich mich nicht mehr in diese interessante Diskussion einklinken, da ich merkwürdigerweise keine Benachrichtigungen mehr erhalte, wenn in Threads geantwortet wird, in denen ich mitmische..... Traurig
_________________
Gruß aus Hamburg, Winfried

www.das-bumerang-projekt.de
www.bumerang-kaufen.com
Triff mich auf Facebook und/oder bei Google+
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen     Foren-Übersicht -> Tipps zum Bauen und Werfen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group